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Zipfelkrötenfrosch (Megophrys nasuta)

Bild eines Zipfelfrosches

Allgemeines:

Männliche Zipfelkrötenfrösche erreichen eine Größe von bis zu 10,5 cm, und bleiben damit deutlich kleiner als die Weibchen, welche eine Größe von beachtlichen 16 cm erreichen können. Sie können ein Alter von über 8 Jahren erreichen. Die Paarungszeit der Tiere erstreckt sich über die Regenzeit. Während der Paarung kehren die Frösche ins Wasser zurück, dabei umklammern die Männchen die Weibchen von hinten. Diese legen dann bis etwa maximal 2000 weiße Eier ab, bevorzugt in klare und langsam fließende, kleine Bäche. Nach einer Zeit von ungefähr 10 Tagen schlüpfen dann die Kaulquappen, deren Metamorphose zum Landtier dann noch einmal etwa zweieinhalb Monate dauert. Schon wenige Tage nach dem Verlassen des Wassers weisen die Jungfrösche bereits die charakteristischen Zipfel über den Augen auf. Zipfelkrötenfrösche haben einen hellbraun bis dunkelbraun gefärbten Körper, der zu dem Maul hin spitz zuläuft. Ihr Rücken ist, bis auf wenige, spitzkegelig geformte Unebenheiten, glatt. Über den Augen haben die Tiere spitze Hautzipfel, die ihnen ein bizarres Aussehen und auch ihren Namen verleihen. Diese Auswüchse haben dabei vor allem Tarnungszwecke. Die Pupillen sind senkrecht geschlitzt, wie es bei den Arten der Gattung Krötenfrösche üblich ist.

Lebensraum:

Der Zipfelkrötenfrosch bewohnt die Bodenbereiche von Regenwäldern bis zu einer Höhe von 1300 Metern über dem Meeresspiegel, und bevorzugt damit eine feuchte und warme Umgebung. Meist bewegen sich die Tiere in der Nähe von Fließgewässern, allerdings kann man Einzeltiere während der Paarungszeit auch weitab von Gewässern beobachten.

Nahrung:

Der Zipfelkrötenfrosch ist ein reiner Fleischfresser und jagt aus dem Hinterhalt. Sein großes Maul ermöglicht ihm dabei auch die Erbeutung relativ großer Beutetiere. Zu seinem Speiseplan gehören große Schnecken, Käfer, Raupen, Skorpione (die auch bis zu 10 cm groß werden können) und auch mal ein kleinerer Artgenosse.

Vorkommen:

Der Zipfelkrötenfrosch hat sein Verbreitungsgebiet in den Regenwäldern von Südostasien, und zwar genauer auf den Inseln Sumatra, Borneo und auf der Malaiischen Halbinsel (Malaysia). In letzer Zeit wurde auch über Nachweise aus Thailand und der Sundaregion berichtet, allerdings steht hier eine genaue Klärung noch aus.

Gefährdung:

Wie viele andere Regenwaldbewohner ist auch der Zipfelkrötenfrosch durch die Zerstörung seines Lebensraums gefährdet, allerdings besteht noch keine akute Bestandsbedrohung, weswegen die Art auch noch keinen internationalen Schutzbestimmungen unterliegt. Dies liegt aber auch darin begründet, dass über diese Tiere noch nicht sehr viel bekannt und sie außerdem in ihrem natürlichen Lebensraum auch nur sehr schwer auszumachen sind. Zipfelkrötenfrösche haben desweiteren auch unter ihrem exotischen Aussehen zu leiden, da viele Tiere gefangen werden, um sie an Terrarienbesitzer zu verkaufen.

Besonderheiten:

Aufgrund von Färbung und Beschaffenheit seiner Körperoberfläche ist der Zipfelkrötenfrosch in seiner natürlichen Umgebung beinah perfekt getarnt. Er versteckt sich tagsüber unter Laub und Totholz, um dann nachts aus der Deckung heraus auf die Jagd gehen zu können. Während der Paarungszeit stoßen die Männchen vor Allem nachts laute, metallisch klingende Paarungsrufe aus, um ihre Weibchen anzulocken.