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Teichmolch (Triturus vulgaris)

Beschreibung:

Teichmolche werden zwischen 9,5 cm und 11 cm lang. Sie haben eine Land- und eine Wassertracht. Die Männchen und die Weibchen unterscheiden sich nicht in ihrer Landtracht. Die Weibchen haben sehr feine Tüpfel auf ihrer Wassertracht, die bei den Männchen durch dunkle Flecken gekennzeichnet ist, dazu kommt ein schwarzer Streifen von ihrem Hinterkopf bis zum Schwanz. Die Laichzeit dauert von ca. Ende März bis Ende Mai. Die Weibchen können zwischen 200 und 300 Eier in einer Saison produzieren. Diese Eier werden am Gewässergrund an Wasserpflanzen ab gelaicht. Die Entwicklung der Embryonen dauert zwischen 1 und 3 Monate.

Die Larven ernähren sich von kleinen Lebewesen und nach ca. drei Monaten und mit einer Länge von vier Zentimetern können sie schon an Land gehen. Auch hier kann Neotenie auftreten, also der Zustand des Larvenstadiums trotz Geschlechtsreife.

Lebensraum:

Die Teichmolche sind über ganz Europa und Vorderasien verbreitet. Nicht bevorzugte Regionen von Teichmolchen sind Portugal, Spanien, Südfrankreich und das nördliche Skandinavien. Sie bevorzugen als Landhabitate Hecken, Waldränder und Uferränder und sind damit sehr anpassungsfähig. Sie meiden Landschaften, die keinen Schutz bieten, und auch dicht bewaldete Bergregionen. Um Feinden nicht zu begegnen, gehen sie nachts auf Nahrungssuche, bei der sie vor allem Insekten, Würmer und anderes Kleingetier jagen und fressen. Tagsüber verstecken sie sich im Laub, unter Steinen oder Wurzeln.

Im Frühjahr während der Paarungszeit im Wasser ernähren sie sich von Froschlaich, Kaulquappen und auch Eiern und Larven von eigenen Artgenossen. Als Laichplätze oder Laichgewässer werden besonnte Tümpel, Weiher und Gräben bevorzugt, die eine dichte Unterwasserverkrautung bieten. Die Gewässer sollten besonnt sein, da dies bei der Entwicklung der Eier zu Larven sehr wichtig ist.

Gefährdung und Ursachen:

Gewässerzerstörung oder –verschmutzung, künstlicher Fischbesatz in nicht geeigneten Kleingewässern, Rodung von Hecken und Straßenverkehr während der Wanderung zwischen den Teillebensräumen und Baumaßnahmen beeinträchtigen ihren Lebensraum.

In der Roten Liste der Bundesrepublik Deutschland ist der Teichmolch als „nicht gefährdet“ eingestuft worden. Aber trotz dessen trägt diese Art im Bundesnaturschutzgesetz den Status als „besonders schützenswert“.

Vorkommen regional:

Der Teichmolch ist in dieser Region flächendeckend zu sehen. An und in fast allen Stillgewässern sind sie während der Sommerzeit anzutreffen.

Schutzmaßnahmen:

Zum Schutz der Tiere werden Zäune z.B. nahe dem Oberhof, Wettenberg/ Krofdorf an Rändern von Straßen errichtet, die von den Teichmolchen überquert werden müssen. An den Zäunen werden Eimer eingegraben und diese werden von den Betreuern morgens, nachdem die Tiere in der Nacht hineingefallen sind, auf die andere Straßenseite hinüber gebracht. Die Straßen trennen sie von ihrem Laichgewässer und ihrem Landhabitat, somit haben sie keine andere Wahl als die gefährlichen Straßen zu überqueren, weil sie ihren Laichgewässer ein Leben lang treu bleiben.

Literatur: