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Feuerbauchmolch (Cynops orientalis/Cynops pyrrhogaster)

Bild eines Feuerbauchmolches

Allgemeines:

Der Japanische Feuerbauchmolch kann eine Länge von bis zu 15 cm erreichen (in Gefangenschaft), während der Chinesische Feuerbauchmolch mit einer Länge von 5 – 12 cm ein wenig kleiner bleibt. Wie viele Schwanzlurche können auch die Feuerbauchmolche sehr alt werden, ihre Lebenserwartung beträgt bis zu 25 Jahren.

Das Paarungsverhalten und die Balzrituale der Feuerbauchmolche ähneln sehr stark denen von Mitteleuropäischen Molcharten. Nach der Begattung heften die weiblichen Molche ihre Eier einzeln an Pflanzenstängel. Die Anzahl der Eier kann zwischen mehreren Dutzend und einigen Hundert Stück pendeln. Nach drei bis vier Wochen schlüpfen dann die Larven. Nach ihrer Umwandlung vom Larvenstadium ins Erwachsenenstadium gehen die Jungtiere an Land und verbringen dort die ersten zwei bis drei Jahre bis zu ihrer Geschlechtsreife, danach bevorzugen die Feuerbauchmolche ein Leben im Wasser.

Feuerbauchmolche haben ihren Namen durch ihre charakteristische Färbung erhalten. Während Rücken und Flanken der Tiere meist von unauffälligem Schwarz oder Braun sind, haben die Bäuche eine intensiv orange bis rote Färbung. Diese Färbung macht die Tiere auch individuell unterscheidbar und variiert von Region zu Region teilweise sehr stark. Während der Paarungszeit nimmt die intensive Färbung sogar noch zu. Auffällig an den Molchen ist auch noch die starke Maserung der Hautoberfläche, die Tiere wirken oft richtiggehend „körnig“.

Bild eines Feuerbauchmolches

Lebensraum:

Beide Unterarten des Feuerbauchmolches bevorzugen als Lebensraum möglichst stille und ruhigfließende Gewässer. Der Japanische Feuerbaumolch findet sich dabei vor Allem in verkrauteten Tümpeln und Reisfeldern, kann aber auch in Siedlungsgebieten gefunden werden. Dabei erweist er sich als sehr anpassungsfähig und konnte sowohl in den warmen Gebieten im Süden Japans, als auch in Höhen bis zu 1100 Metern nachgewiesen werden.

Nahrung:

Feuerbauchmolche fressen mit Vorliebe tierische lebende Nahrung, also Bachflohkrebse, Regenwürmer, Nacktschnecken und Ähnliches, auch kleine Fische oder kleinere Artgenossen werden von ihnen nicht verschmäht. Ihr Fressverhalten kann dabei als sehr räuberisch beschreiben werden.

Vorkommen:

Der Japanische Feuerbauchmolch findet sich auf allen großen Inseln Japans und bewohnt dort von Ebenen bis hin zu Gebirgsregionen ein breites Spektrum an Lebensräumen. Der Chinesische Feuerbauchmolch hat sein Hauptvorkommen im Osten Chinas.

Gefährdung:

Noch vor knapp 100 Jahren waren Feuerbauchmolche in Japan so weit verbreitet, dass man sie in jedem einigermaßen geeigneten Gewässer in großen Massen finden konnte. Allerdings mussten auch sie stark unter der Ausbreitung von Siedlungs- und Industriegebieten leiden, da gerade in einem so bergigen und dichtbesiedelten Land wie Japan jeder ebene Fleck Erde sehr kostbar ist. So ist auch für den Feuerbaumolch die Hauptgefährdung die Zerstörung seines natürlichen Lebensraums durch den Menschen.

Besonderheiten:

Feuerbauchmolche sind, unabhängig ihrer Unterart, ausgesprochen beliebte Terrarien- und Aquarientiere. Dies ist vor Allem in ihrer auffälligen Färbung, besonders während der Paarungszeit, und ihrer Exotik zu begründen.

Feuerbauchmolche können aus ihren Ohrdrüsen, ähnlich dem Feuersalamander, ein giftiges Sekret zur Verteidigung ausstoßen. Darüber hinaus haben sie die Angewohnheit, sich bei Gefahr komplett regungslos „tot“ zu stellen. Erst wenn einige Zeit lang Ruhe herrscht, beginnen sie wieder damit, sich zu bewegen.

In dem Becken der Ausstellung befinden sich Tiere der beiden Unterarten Japanischer Feuerbauchmolch (Cynops pyrrhogaster) sowie Chinesischer Feuerbauchmolch (Cynops orientalis). Es handelt sich um Direktimporte aus Asien, die uns von der Firma AquaNatura freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden.