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Axolotl (Ambystoma mexicanum)

Allgemeines:

Axolotl wachsen, wie alle Larven, ihr ganzes Leben lang weiter und erreichen dabei Längen zwischen 24 und 28 cm. Sie können bis zu 25 Jahre alt werden, erreichen aber meist nur ein Alter von 10-15 Jahren. Das Besondere an ihnen ist, dass sie Zeit ihres Lebens nicht richtig erwachsen werden, sondern immer im Larvenstadium verbleiben, sich aber trotzdem fortpflanzen können. Dieses Phänomen nennt man Neotenie. Auch bleiben Axolotl ihr ganzes Leben an eine aquatische Lebensweise gebunden und gehen nicht an Land. Die Paarungs- und Eiablagezeit der Tiere beginnt meist im Frühjahr. Nach der Begattung legt das Weibchen zwischen 100 und 300 Eier zwischen Pflanzenteilen ab. Nach etwa zwei Wochen schlüpfen dann die Larven. Die ersten Tage zehren sie dabei von ihrem Dottersack; in dieser Zeit ist auch ihr Mund noch verschlossen. Erst nach zwei Wochen beginnen sie mit der Nahrungsaufnahme. Mit ungefähr 15 Monaten werden Axolotl dann geschlechtsreif. Axolotl haben ein sehr charakteristisches Äußeres, das an Albinos (was sie allerdings nicht sind) erinnert, mit weißem Körper und leuchtendroten Kiemenästen. Allerdings handelt es sich dabei nicht um die Wildfärbung. Wildtiere haben eine dunkelbraune Körperfarbe mit schwarzen Sprengseln. Die Albinotische Färbung wurde erst in den 60er Jahren durch die Kreuzung mit einer anderen Lurchart entdeckt.

Nahrung:

Über die Fressgewohnheiten von Axolotl in freier Wildbahn ist so gut wie nichts bekannt. Es ist aber davon auszugehen, dass sie sich ähnlich wie andere Lurche von Wasserinsekten, kleinen Fischen und anderen kleinen Beutetieren ernähren. In Gefangenschaft werden die Tiere mit Regenwürmern, kleinen lebenden Fischen und Garnelen gefüttert.

Vorkommen:

Axolotl bewohnten früher den Texcocosee in Mittel-Mexiko, allerdings befindet sich der See heute mitten im Stadtgebiet von Mexico-City, so dass nur noch ein kleiner Rest im Norden übriggeblieben ist, der Xochimilcosee. Dieses Gewässer stellt zusammen mit einigen kleinen anderen Wasserflächen die letzten Reste des Verbreitungsgebiets der Axolotl in freier Wildbahn dar. Allgemein stellen Axolotl aber keine großen Ansprüche an ihre Umgebung und bevorzugen kühle und sauerstoffreiche Gebiete.

Gefährdung:

Durch das rasante Wachstum von Mexico-City und die damit einhergehende fortlaufende Zerstörung und Verschmutzung der Überreste des Texcocosees, sind die letzen freilebenden Axolotl stark vom akuten Aussterben bedroht. Allerdings war diese Art aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit und ihrer Besonderheiten schon immer ein beliebtes Labor- und Aquarientier, und ist über die ganze Welt verteilt in großen Mengen zu finden, so dass die Art als solche nicht in ihrem Bestehen bedroht ist. Trotzdem sollten natürlich Anstrengungen gemacht werden, den Wildtyp zu schützen. Allerdings wird von Experten bezweifelt, dass der Vorgang des Aussterbens beim Wildaxolotl noch verhindert werden kann.

Besonderheiten:

Axolotl besitzen ein besonders starkes Regenerationsvermögen und können Gliedmaße, Organe und sogar Teile des Gehirns vollständig und absolut funktionstüchtig wiederausbilden. Man vermutet, dass diese Fähigkeit mit ihrem Larvendasein zusammenhängen könnte und unternimmt massive Forschungen in diese Richtung. Bei den Azteken galten Axolotl als heilige Tiere, was sie aber nicht davon abhielt, die Lurche als eine willkommene Abwechslung ihres Speiseplans zu verwenden. Noch in den 30er Jahren konnte man auf den Märkten von Mexico-City Axolotl als Nahrungsmittel kaufen.